Märchen aus der Wunderkugel „Der selbstsüchtige Riese“

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Wenn die Kinder am Nachmittag aus der Schule kamen, gingen sie für gewöhnlich in den Garten des Riesen, um dort zu spielen. Es war ein großer, wunderschöner Garten mit weichem grünem Gras. Doch eines Tages kam der Riese von seiner langen Reise zurück uns verjagte die Kinder. Die armen Kinder hatten von nun an keinen Ort mehr, wo sie spielen konnten. Sie versuchten auf der Straße zu spielen, aber diese war sehr staubig und voll mit spitzen Steinen, und das gefiel den Kindern nicht. Dann kam der Frühling und überall – landauf, landab – waren kleine Blüten zu sehen, und junge Vögel zwitscherten vergnügt. Nur im Garten des selbstsüchtigen Riesen war immer noch Winter. Die Vögel wollten dort nicht singen und die Bäume vergaßen zu blühen, weil keine Kinder mehr da waren. Der Riese war sehr verwundert, doch als er eines Tages vom Lachen der Kinder geweckt wurde, freute er sich, denn der Frühling war zurückgekehrt. Die Kinder waren durch ein Loch in der Mauer in den Garten gelangt und spielen dort wieder. Da verstand der Riese.